für die Menschen in Bonn, Rhein-Sieg-Kreis und die Nachbarn an Rhein, Ahr und Erft

Werner Preusker

Die „Sandbank der Zeit“ ist ein spannendes und eingängiges Lesebuch, führt ein in die osteuropäische Gedankenwelt, hilft, den Ukrainekonflikt zu verstehen, Empfehlenswert!

Das Buch ist im Wesentlichen eine Zusammenstellung von Reden und Aufsätzen, die Schlögel – Preisträger 2025 des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels – zwischen 2003 und 2025 gehalten oder veröffentlicht hat. Diese – überwiegend sehr aktuellen – Beiträge fügen sich wie ein Mosaik zu einem aktuellen Lagebild des strategischen Kräftemessens zwischen Russland und dem Westen bzw. Russland und Europa zusammen.

Schlögel, als Student ein bekennender 68er, ist eines von wenigen Beispielen dafür, dass man nach der ideologischen Verblendung der Jugend doch noch zu einem klaren Urteil kommen kann. Er liefert uns eine Fülle von Argumenten, die helfen, den schwelenden Konflikt richtig einzuschätzen und die notwendigen Lehren daraus zu ziehen. Er leistet tätige Reue, was man leider von vielen 68ern nicht sagen kann.

Als Historiker steht er teilweise im Konflikt mit seiner eigenen Wissenschaft, er wehrt sich dagegen, die (Gegenwarts-) Geschichte nur oder überwiegend aus dem Quellenstudium zu erforschen, vielmehr sieht er sich selbst als Chronist der Gegenwart. Zudem verfolgt er sein ganzes Leben lang die Strategie, die nach dem Fall des Eisernen Vorhangs wieder zugänglichen Städte systematisch zu bereisen und zu beschreiben, was für ihn schon viel früher – vor dem Fall des Eisernen Vorhangs – mit einer Klassenfahrt von Lwiv über Kiew und Charkiev bis Moskau begann, sich über das Studium u.a. in Moskau an der Lomonossow-Universität fortsetzte und sich inzwischen über alle wesentlichen osteuropäischen Städte erstreckt.

Schlögel sieht die Aufgabe des Historikers als Chronist der Gegenwart, der mit den Augen des Fachmannes die Kategorisierung und Benennung der Ereignisse zeitnah vornimmt, um späteren Unklarheiten vorzubeugen, betont aber, dass auch die Arbeit am Werkstück in der Gegenwart nicht auf die Fundierung durch seriöse Quellen verzichten darf.

Mit der „Entdeckung“ der Ukraine, die lange aus westlicher Perspektive ein blinder Fleck war, werden die europäischen Koordinaten zurechtgerückt, die allzu sehr auf Russland reduziert und fixiert waren. Interessant auch die (Wieder-) Entdeckung der „Melancholie“ als eine historische Kategorie, die uns Erklärungsansätze liefern kann.

Schließlich liefert er im letzten Kapitel ein Psychogramm von Putin, welches in komprimierter Form zusammenfasst, was inzwischen allseits und umfänglich bekannt ist. Durch die Zeilen hindurch schimmert allerdings die Frage durch, wieso Politiker und Diplomaten, die mit ihm persönlich zu tun hatten, ihn nicht schon viel früher erkannt und durchschaut haben. Die „Sandbank der Zeit“ ist ein spannendes und eingängiges Lesebuch für den politisch interessierten Zeitzeugen, es führt ein in die osteuropäische Gedankenwelt und hilft, den Ukrainekonflikt zu verstehen. Kurzum: man kann es zur Lektüre empfehlen!  

Karl Schlögel, Auf der Sandbank der Zeit, Der Historiker als Chronist der Gegenwart, Hanser-Verlag, München, 1. Auflage, 2025, 167 Seiten plus 8 Seiten Anhang, ISBN 978-3-446-28691-7, 23,00 €

Samstag 14. Februar 2026 14.11 Uhr

Samstag 14. Februar 2026 14.11 Uhr

Wenn wir KI klug einsetzen, gewinnen wir das Wertvollste zurück, was Schule braucht: Zeit. Zeit für Menschen. Zeit für Bildung. Zeit für individuelle Förderung.

Künstliche Intelligenz (KI) in der Schule – für viele klingt das immer noch nach einem
großen Missverständnis. Nach einem digitalen Geist, der plötzlich in den Klassenzimmern
herumspukt und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit dafür sorgt, dass
Schülerinnen und Schüler zeitnah „verblöden“. Kein Gespräch über Bildung vergeht, ohne
dass irgendjemand warnt, KI sei ein Schummeltool oder eine Abkürzung für die Faulen.
Und während wir uns über vermeintliche Risiken echauffieren, arbeitet die Realität längst
weiter: 62 Prozent der Jugendlichen nutzen KI regelmäßig – vor allem für Schule und
Hausaufgaben. Nicht, weil sie alle schummeln wollen, sondern weil die Technologie da ist.
Weil sie ihnen hilft. Weil sie Teil ihrer Lebenswirklichkeit ist und bleiben wird. Die
eigentliche Frage ist also nicht, ob KI in die Schule kommt, sondern wie wir sie gestalten.

In NRW kommt KI zu langsam in den Schulen an

Und genau da hat NRW ein Problem: KI kommt viel zu langsam in unseren Schulen an.
Man muss sich das einmal vor Augen führen: Ein zerfleddertes Klassenbuch, das sich
schon an den Ecken hochrollt – damit arbeiten Lehrkräfte im Jahr 2025. Elternbriefe
werden mit Füller geschrieben, Prüfungsprotokolle ebenfalls. Geld wird in Briefumschlägen
eingesammelt. Die Lehrkräfte, die bereits heute KI nutzen wollen, tun das aktuell noch
ohne Rückendeckung und ohne Infrastruktur – auf eigene Kappe und oft sogar auf eigene
Kosten. Das Ergebnis: Schülerinnen und Schüler nutzen KI ungesteuert, Lehrkräfte
würden sie gern einsetzen, trauen sich aber nicht. Eine Landesregierung, die in dieser
Situation ein Pilotprojekt für 25 Schulen als großen Fortschritt feiert, zeigt vor allem eins:
Ihr fehlt die Strategie. Nach viel Druck von unserer Seite wurde immerhin nun
beschlossen, den Online-Chat-Bot „telli“ an die Schulen zu bringen. Das hat zwar viel zu
lange gedauert, aber wir sind froh, dass die Landesregierung unserer Forderung am Ende
nachgekommen ist. Nun bleibt zu hoffen, dass das nicht nur eine Eintagsfliege, sondern
ein wichtiger erster Schritt ist, dem viele weitere folgen werden. Mit „telli“ können sowohl
Schülerinnen und Schüler beim individuellen Lernen, als auch Lehrkräfte bei
organisatorischen Aufgaben unterstützt werden.

KI ermöglicht echte individuelle Förderung

Wir Freie Demokraten sehen KI in der Bildung als große Chance. KI kann endlich das
ermöglichen, was seit Jahrzehnten in jeder Bildungsdebatte gefordert wird: echte
individuelle Förderung. Stellen wir uns einen KI-Lernbegleiter vor, der die Stärken und
Schwächen eines Kindes erkennt, passende Übungen vorschlägt und Lernwege
dynamisch anpasst: Ein System, das nicht überfordert, sondern unterstützt, das
Wiederholung anbietet, wenn etwas noch nicht sitzt, oder anspruchsvollere Aufgaben,
wenn jemand schon weiter ist. Kinder mit Sprachbarrieren könnten sich Texte übersetzen
lassen, Erklärungen in einfacher Sprache bekommen oder auditiv unterstützt werden. Ein
solcher Lernbegleiter ersetzt keine Lehrkraft, aber schafft Zeit für das, was wirklich zählt.
Denn wenn die technischen Grundlagen stimmen, kann KI die pädagogische Arbeit
vertiefen. Sie kann helfen, Lernprozesse transparent zu machen, Kreativität fördern, indem
sie Denkanstöße liefert und nicht Denkprozesse ersetzt. Sie kann Schülerinnen und
Schüler befähigen, statt sie zu bevormunden. Und nicht zuletzt vermittelt der Umgang mit
KI in der Schule wichtige Zukunftskompetenzen, die jede und jeder im späteren
Berufsleben brauchen wird.

KI erleichtert Verwaltung und schafft Zeit für Zuwendung

Die zweite große Dimension liegt dort, wo vieles im Hintergrund abläuft: In der
Schulverwaltung. Die traurige Wahrheit ist, dass unsere Lehrkräfte zu viel Zeit am
Schreibtisch verbringen und zu wenig im Klassenraum. Industrie und Handwerk nutzen KI
längst täglich, um Abläufe zu vereinfachen, Material zu planen, Dokumentation zu
automatisieren. Warum übertragen wir das nicht auf Schulen? KI kann Elternbriefe
vorbereiten, Übersetzungen erstellen, Termine koordinieren, Anwesenheiten
dokumentieren, Stundenpläne erstellen, Prüfungsfragen generieren oder Statistiken
automatisch zusammenstellen. Das digitale Klassenbuch, das digitale Klassengeld,
digitale Protokolle – das alles wäre eine große Entlastung. Jede Stunde, die eine Lehrerin
nicht mit Formularen verbringt, ist eine Stunde mehr für ihre Klasse. Für Gespräche, für
Sorgen, für Förderung, für Bindung – also für den Teil des Lehrerberufs, den keine
Technologie der Welt ersetzen kann.

Mut zur Veränderung!

Beide Dimensionen – KI im Klassenzimmer und KI in der Verwaltung – verfolgen ein
gemeinsames Ziel: Mehr individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler. Dafür
braucht es Mut zur Veränderung. Keine Pilotprojektchen, keine Ankündigungen, sondern
echte Weichenstellungen mit konkreter Strategie und Zeitplan. Schulen brauchen
Werkzeuge, keine Überschriften. Sie brauchen politische Rückendeckung ohne
bürokratische Hürden. Und sie brauchen eine Regierung, die versteht, dass Digitalisierung
kein Zukunftsthema ist, sondern schon seit Jahren Realität.
KI verändert unsere Welt. Sie verändert Arbeit, Kommunikation, Wissen. Und sie wird
auch Schule verändern – ob wir wollen oder nicht. Die Frage ist nur: Gestalten wir diesen
Wandel aktiv und gerecht? Oder überlassen wir ihn dem Zufall, finanziellen Möglichkeiten
einzelner Kommunen, dem Engagement einzelner Schulen oder Lehrkräfte? Die Antwort
ist doch eigentlich klar: Wir dürfen uns nicht länger mit Kreidestaub zufriedengeben. Jede
Schülerin und jeder Schüler verdient die beste Bildung. Jede Lehrkraft verdient die besten
Werkzeuge. Wenn wir KI klug einsetzen, gewinnen wir das Wertvollste zurück, was Schule
braucht: Zeit. Zeit für Menschen. Zeit für Bildung. Zeit für individuelle Förderung. Und ob
auch ich heute ein bisschen Zeit gewonnen hab, weil Teile dieses Textes mit KI entstanden
sind – das überlasse ich Ihrer Fantasie.

Freiheit.Macht.Handel – Sonderveröffentlichung der Ludwig-Erhard-Stiftung im November 2025 erschienen

Im Spannungsfeld der Zukunft

Die Zeiten sind unübersichtlicher geworden. Was einst klar schien, verschwindet. Der freie Handel galt als Garant für Wohlstand – inzwischen fürchten viele, er mache uns abhängig. Märkte sollen Wohlstand schaffen – jetzt wird sie als Bedrohung empfunden. Globalisierung versprach Fortschritt – inzwischen klingt das Wort nach Kontrollverlust.
Drei Begriffe stehen im Zentrum der Diskussion: Freiheit, Macht und Handel. Sie sind nicht nur Schlagworte, sondern markieren ein Spannungsfeld, in dem sich unsere Zukunft entscheidet. Wie viel wirtschaftliche Freiheit über Grenzen hinweg können wir uns leisten, ohne unsere politische Souveränität zu gefährden? Welche Macht brauchen wir, um in einer multipolaren Welt zu bestehen? Wie gestalten wir den Handel, dass er weiter Wohlstand für alle Länder schafft, welche Regeln brauchen wir? Und wie bestehen wir die Handelsrivalitäten, die den Markt aushebeln?
Diese Fragen sind nicht neu. Schon Ludwig Erhard rang mit dem Verhältnis von Freiheit und Verantwortung, von Markt und Staat. Seine Soziale Marktwirtschaft war der Versuch, wirtschaftliche Dynamik mit gesellschaftlicher Stabilität zu verbinden. Heute stehen wir vor Herausforderungen, die uns oft größer erscheinen als der Wiederaufbau eines durch Krieg zerstörten Deutschlands.
1953 veröffentlichte der damalige Wirtschaftsminister Ludwig Erhard ein Buch. „Deutschlands Rückkehr zum Weltmarkt“ begann mit den Worten: „Der Außenhandel bedeutet für uns mehr als bloße Ziffern. Er ist zugleich ein Zeugnis unserer Bereitschaft und Fähigkeit zu harmonischer Zusammenarbeit mit der ganzen Welt.“
Das war damals das Ziel – und es sollte auch heute sein. Allerdings, Geschichte wiederholt sich nicht, doch Muster sind erkennbar. Während die Koreakrise damals die Weltordnung erschütterte, hatte Deutschland ein sicherheitspolitisches Defizit, konnte aber gerade deshalb seine wirtschaftliche Stärke entfalten, weil es gefordert war, aktiv zum Weltfrieden beizutragen. Heute fordert der Ukraine-Krieg Europa. Anpassungsfähigkeit ist entscheidend – hin zu einer neuen Balance zwischen Offenheit und Sicherheit, zwischen Wettbewerb und Kooperation, zwischen dem Verfolgen nationaler Interessen und globaler Verantwortung.
Die Ludwig-Erhard-Stiftung hat Autoren mit großer Expertise und Erfahrungen gebeten, ganz unterschiedliche Aspekte des beschriebenen Spannungsfeldes zu beleuchten. Ich hoffe, die Lektüre gibt Ihnen neue Informationen, aber auch Vertrauen in die Soziale Marktwirtschaft, unsere freiheitliche Wirtschaftsordnung, die auch in Zukunft sowohl Wohlstand als auch die Sicherheit unseres Landes gewährleisten kann.

Sonderveröffentlichung Wohlstand für alle mit dem Titel „Freiheit. Macht. Handel.“

in der Holderstock Media GmbH, München

WfA-2025_E-Paper.pdfhttps://www.ludwig-erhard.de/wp-content/uploads/2025/10/WfA-2025_E-Paper.pdf

CDU-Ratsfraktion Bonn begrüßt den „Nordrhein-Westfalen-Plan für gute Infrastruktur“

Mit dem von Ministerpräsident Hendrik Wüst vorgestellten „Nordrhein-Westfalen-Plan für gute Infrastruktur“ setzt die Landesregierung ein deutliches Zeichen für Zukunft, Verlässlichkeit und Zusammenhalt. Über 31,2 Milliarden Euro werden in den kommenden zwölf Jahren in Bildung, Verkehr, Energie und öffentliche Einrichtungen investiert – 21,3 Milliarden Euro davon fließen direkt an die Kommunen, 166 Millionen nach Bonn.

Klarer Fokus auf Bildung, Mobilität und Klimaschutz
Die Schwerpunkte des NRW-Plans liegen in den Bereichen Bildung und Betreuung, Verkehr und Digitalisierung, Energieeffizienz und Klimaschutz sowie öffentliche Sicherheit. Damit setzt die Landesregierung genau dort an, wo der Investitionsbedarf auch bei uns am größten ist.

Bürokratieabbau und Vertrauen in die Kommunen
Ein zentrales Element des NRW-Plans ist der Abschied vom Flickenteppich aus Förderprogrammen und komplizierten Einzelanträgen. Stattdessen setzt das Land auf pauschale, verlässliche Mittelzuweisungen.

Für die CDU-Fraktion Bonn ist klar: Dieses Programm ist ein historischer Aufbruch für Nordrhein-Westfalen und eine große Chance für unsere Region.

Das ist ein starkes Signal aus Düsseldorf: Die Landesregierung stärkt die Städte und Gemeinden, ohne neue Bürokratie aufzubauen. Endlich können wir vor Ort langfristig planen und investieren – in Schulen, Straßen, Sportstätten und digitale Infrastruktur. Nordrhein-Westfalen investiert in seine Zukunft – und wir investieren mit. Das Programm zeigt, dass Land und Kommunen an einem Strang ziehen, um die Infrastruktur fit für kommende Generationen zu machen.

Besonders begrüßt die CDU-Fraktion, dass das Geld pauschal und ohne aufwendige Antragsverfahren bereitgestellt wird. Das ist ein echter Durchbruch beim Bürokratieabbau und unterstreicht das Vertrauen des Landes in die kommunale Selbstverwaltung.

Gleichzeitig ist darauf hinzuweisen, dass der kommunale Anteil an den Investitionsmitteln aus meiner Sicht noch stärker hätte ausfallen können.

Nordrhein-Westfalen investiert in seine Zukunft – und wir investieren mit. Das Programm zeigt, dass Land und Kommunen an einem Strang ziehen, um die Infrastruktur fit für kommende Generationen zu machen.

Fazit
Mit dem „NRW-Plan für gute Infrastruktur“ startet Nordrhein-Westfalen in eine neue Ära der kommunalen Investitionen. Verlässliche Finanzierung, weniger Bürokratie und klare Schwerpunkte machen das Programm zu einem echten Zukunftsprojekt.

Die CDU-Fraktion Bonn begrüßt diesen Schritt ausdrücklich – als Investition in unsere Heimat und in das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die Politik.



Bonner Jugendsinfonieorchester der Ludwig-van-Beethoven-Musikschule Bonn (BJSO) mit Kerith Müller spielt zugunsten der Kinder und Jugendlichen in Tannenbusch

Musik liegt in der Luft. Das wunderbare Beethovenfest lockt mit einem außergewöhnlichen Konzertprogramm und mit einem speziellen Motto: „Alles ultra“. Das hat wohl Johann Wolfgang von Goethe im Brief an Carl Friedrich Zelter geschrieben. Damit habe er seine Wahrnehmung der Überforderung in einer sich rapide verändernden Welt benannt. Wie zeitgemäß! Doch die großartige Musik etwa des Beethovenorchesters kann es nur geben, wenn auch der Nachwuchs an die Musik herangeführt wird.

Wir freuen uns, dass auch das Bonner Jugendsinfonieorchester der Ludwig-van-Beethoven-Musikschule Bonn (BJSO) mit seiner neuen Dirigentin Kerith Müller dabei ist.

Das BJSO konzertiert in diesem Jahr bereits zum wiederholten Mal im Rahmen des Benefizkonzerts der Johanniter-Hilfsgemeinschaft zugunsten der Kinder und Jugendlichen in Tannenbusch.

Unterstützen Sie den musikalischen Nachwuchs, indem Sie dessen Vorführung mit Ihrem Applaus würdigen. Unterstützen Sie außerdem den Nachwuchs aus Tannenbusch, der in einem Stadtteil aufwächst, in dem überproportional viele junge Menschen leben, in dem aber die Chancen für sie überproportional schlecht sind.

Die Johanniter-Hilfsgemeinschaft engagiert sich seit vielen Jahren vor Ort.

An ihrer Seite stets das Tannenbusch-Gymnasium, in dessen Aula das Konzert stattfindet sowie das Diakonische Werk als Experte für die soziale Arbeit im Viertel.

Ebenfalls Projektpartner ist der Rotary Club Bonn Süd – Bad Godesberg.

Der Erlös aus diesem Benefizkonzert kommt zu gleichen Teilen dem Musikzweig des Gymnasiums zugute sowie dem Familiennetzwerk Tannenzwerge der Diakonie.

Beide stellen sich im Foyer der Aula am Konzerttag vor.

Wir zählen auf Sie und hoffen uns am 5. Oktober 2025, um 15:00 Uhr in der Aula des Tannenbusch-Gymnasiums (Hirschberger Str. 3, 53119 Bonn) zu begegnen.

Sechsspuriger Ausbau der Nordbrücke bleibt unverzichtbar für die Region

Sechsspuriger Ausbau der Nordbrücke bleibt unverzichtbar für die Region

Die Pläne in der Bundesstadt Bonn, sich gegen eine Erweiterung der Friedrich-Ebert-Brücke (Nordbrücke) zu positionieren, stoßen nicht nur in der Wirtschaft, sondern auch im Rhein-Sieg-Kreis auf deutliche Kritik. Am 04. September 2025, zehn Tage von den Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen, soll der Rat der Bundesstadt Bonn „die geplante Verbreiterung der A 565 mit zusätzlichen Fahrspuren ablehnen“. Das ist das erklärte Ziel der Bonner Oberbürgermeisterin Katja Dörner (Bündnis 90/Die Grünen). Dazu hat die Bonner Stadtverwaltung jetzt abrupt und ohne Absprache mit Interessenspartnerinnen und Interessenspartnern einen Beschlussvorschlag für den Stadtrat vorgelegt, der den in der Region verabredeten sechsspurigen Neubau der Brücke nunmehr ablehnt.

Die A 565 ist sowohl für den Rhein-Sieg-Kreis, als auch für die Stadt Bonn eine sehr wichtige Autobahnverbindung, deren Leistungsfähigkeit gesichert werden muss. Sie schafft nicht nur die Verbindung des Oberzentrums Bonn mit dem Mittelzentrum Meckenheim, sondern sie verbindet als einzige durchgehende Autobahnverbindung den links- und den rechtsrheinischen Teil des Rhein-Sieg-Kreises miteinander. Sie wird vor allem von zahlreichen Pendlerinnen und Pendlern genutzt, um den Arbeitsplatz und die weiteren persönlichen Ziele zu erreichen.

Die Friedrich-Ebert-Brücke wurde ursprünglich für 70.000 Pkw/Tag geplant und im Jahr 1967 fertiggestellt. Heute ist die Verkehrsbelastung auf mehr als 100.000 Fahrzeuge täglich angewachsen. Der Lkw-Verkehr hat erheblich zugenommen.

Das unerwartete und unabgestimmte Abrücken der Bonner Stadtverwaltung, das vor den Kommunalwahlen am 14. September 2025 nicht einmal eine sorgfältige Beratung in den Fachausschüssen erlaubt, ist nicht akzeptabel.

Die Region steht hier parteiübergreifend im Wort. Wir haben für den Ausbau der A 565 über die Parteigrenzen hinweg gekämpft und dafür andere Verkehrsprojekte zurückgestellt, die sogar eine erheblich bessere Nutzen-Kosten-Bewertung hatten. Teilprojekte stehen im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans. Es gibt keinen sachlichen Grund, diesen Konsens – im Bonner Stadtrat und im Kreistag des Rhein-Sieg-Kreises – jetzt in Frage zu stellen.

Durch die Erweiterung der A 565 auf sechs Fahrstreifen, inklusive des Tausendfüßlers, wird die Leistungsfähigkeit der wichtigen Verkehrsverbindung erheblich gesteigert. Die vorhandenen und aktuell prognostizierten Verkehrsströme müssen möglichst schonend für Mensch und Umwelt geführt werden, mit einer Leichtigkeit des Verkehrs. Gerade Durchgangsverkehre sollten über die Autobahn verlaufen und nicht die Innenstadt belasten.

Außerdem ist darauf hinzuweisen, dass bereits bei den Planungen für die neue Brücke prognostizierte Veränderungen beim individuellen Mobilitätsverhalten berücksichtigt worden sind. So war es inzwischen selbstverständlich, eine leistungsfähige Infrastruktur für Fahrradfahrer und Fußgänger ebenso zu berücksichtigen.

Die Verkehrssituation zählt insbesondere für die Menschen in der Region Bonn/Rhein-Sieg zu den wichtigsten Themen.  Die unbestrittenen Herausforderungen einer Mobilitätswende lassen sich allerdings nur gemeinsam lösen. Der Aufgabe, nachhaltige Alternativen zu entwickeln, Wege kurz und das Umsteigen leicht zu machen, müssen sich alle politisch Verantwortlichen mit Tempo stellen.

Dass der Rudersport Teamgeist und Verantwortungsbereitschaft fördert und stärkt, ist allgemein bekannt. Dass dies in selbstverwalteten Schülerrudervereinen ganz besonders gilt, liegt auf der Hand.

Dass der Rudersport Teamgeist und Verantwortungsbereitschaft fördert und stärkt, ist allgemein bekannt. Dass dies in selbstverwalteten Schülerrudervereinen ganz besonders gilt, liegt auf der Hand. Denn hier wird Verantwortung übernommen und Teamgeist gelebt ohne Eltern und Lehrer. Eben selbstverwaltet. Eine wunderbare Art, jungen Menschen Werte mit auf den Weg zu geben, so wie es in den Schülerrudervereinen des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums (EMA) und des Friedrich-Ebert-Gymnasiums (FEG) praktiziert wird.

Leider ist dieser kluge Ansatz bedroht, haben die Jugendlichen denn seit 2010 kein Bootshaus mehr, keine Anlaufstelle und keinen Treffpunkt für gemeinsame Aktivitäten. Die Ruderboote werden mit Unterstützung der Stadt Bonn im Moment im stillgelegten Viktoriabad gelagert. Ein unhaltbarer Zustand.

Aber es tut sich etwas. Mit Unterstützung der Stadt Bonn, die ein geeignetes Grundstück zur Verfügung stellt, ist der Bau eines neuen Bootshauses in der Beueler Rheinaue in Vorbereitung. Weltweit angesehene Architekten konnten für den Entwurf gewonnen werden. Für diesen Neubau wurden bereits über zweihunderttausend Euro gespendet. Aber weiterhin fehlt Geld.

Durch die Hilfe der Galerie Geißler-Bentler und des Kunstkabinetts Stefan Moll konnte Deutschlands bekanntester Streetart-Künstler Thomas Baumgärtel, bestens bekannt als „Bananensprayer“, gewonnen werden, ein ganz neues Motiv, eine von ihm handgesprayte „Ruderbanane“ auf Büttenpapier zu entwerfen. Durch den Verkauf dieser Kunstwerke und von Merchandising-Produkten wie Hoodies, T-Shirts, etc wird die Finanzierung des Bootshauses unterstützt. Der Reinerlös dieser Aktion fließt in die Finanzierung des Bootshauses.

Bei der Vorstellung und Auftakt-Veranstaltung dieses Benefiz-Projektes in der Aula des FEG bezeichnete die Bonner Oberbürgermeisterin Katja Dörner den Neubau des Bootshauses als „herausragendes Projekt für die Stadt Bonn“ und lobte die „fulminante“ Leistung der Initiative für den Neubau.

Mittlerweile konnte das Projekt in Anwesenheit des Künstlers und der Galeristin Jenny Geißler-Bentler auf dem Stand des Bonner Ruderverbandes auf der internationalen Ausstellung BOOT in Düsseldorf vorgestellt werden, eine „Ruderbanane“ hing im Frühjahr als Leihgabe im Museum Macke-Haus, Bonn, während der Ausstellung „DER RHEIN“. Zum bekannten Friedrichstraßenfest am 21. Juni 2025 wird es in der Galerie Geißler Bentler wiederum eine große Präsentation zu zum Thema Rudern und „Ruderbanane“ geben.

All dies lässt hoffen, dass es bald, eben auch mit Unterstützung der TOP-Magazin-Leser, ein neues Bootshaus für die Schülerinnen und Schüler geben wird. Prädikat: Pädagogisch wertvoll!

Handgesprayte Edition “Ruderbanane“ und Siebdruck „Ruderbanane“ gibt es in der Galerie Geißler-Bentler http://www.geissler-bentler.de

Merchandising-Produkte gibt es im Kunstkabinett Stefan Moll kunstkabinett-moll.de

Weitere Informationen: http://www.rudern-ema-feg.de

Dabei ist jetzt schon klar: da es vieler Kompromisse bedarf, darf keine*r keine*m anschließend vorwerfen, Versprechen gebrochen zu haben.

In Berlin bleibt es spannend: nachdem der ‚alte‘ Bundestag (und der Bundesrat) noch über Grundgesetzänderungen die finanziellen Grundlagen für die neue Bundesregierung geschaffen hat, beraten jetzt die neu gewählten Abgeordneten von Union und SPD über die Inhalte eines Koalitionsvertrages.

Dass die Zwischenergebnisse – schlimmer noch: die noch offenen Punkte – an die Medien ‚durchgestochen‘ wurden, ist eine zusätzliche Belastung. Hier werden Vertraulichkeit und Vertrauen aufs Spiel gesetzt, die gerade in dieser Phase unverzichtbar sind. Ich kann nur hoffen, dass beide Seiten trotzdem zusammenfinden.

Dabei ist jetzt schon klar: da es vieler Kompromisse bedarf, darf keine*r keine*m anschließend vorwerfen, Versprechen gebrochen zu haben. Die jeweils eigenen Reihen müssen anerkennen, dass mit den Wahlergebnissen eben kein „CDUpur“ oder „SPDpur“ möglich ist. Ohne Wählerschelte betreiben zu wollen: das Ergebnis spiegelt dann eben das Wahlergebnis wider.

Wir schauen auch von Düsseldorf nach Berlin, weil auch Länder und Kommunen berechtigte Erwartungen an die Bundespolitik haben. Als Landesregierung und CDU-Fraktion können wir in vielen Arbeitsgruppen sogar mitarbeiten. Aber auch wir sind nur ein Teil des Ganzen.

In Düsseldorf setzen wir unsere landespolitische Arbeit konsequent fort.

Aus dem Newsletter Nr. 98 vom 28. März 2025

„Die Glasfaserei es vorbei – de Zochwäch wedder frei!“ ab 12.11 h Gulaschkanone ab 14.11 h Zug ab Kirchsraße