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Stadthalle Bad Godesberg: CDU fordert radikalen Kurswechsel

Nur eine finanzierbare Sanierung eröffnet eine Zukunft.
Bezirksfraktion will Planung neu aufsetzen und erstmals auch eine Aufhebung des Denkmalschutzes prüfen lassen.

Die CDU-Bezirksfraktion fordert einen grundlegenden Kurswechsel bei der Sanierung der Bad Godesberger Stadthalle. Die bisherige Planung mit geschätzten Kosten von rund 138 Millionen Euro muss aus unserer Sicht beendet werden. Mit einem Antrag für die Bezirksvertretung verlangt die Fraktion ein neues Raum- und Nutzungsprogramm, mehrere deutlich günstigere Sanierungsvarianten sowie einen aktualisierten Zeit- und Kostenplan. Erstmals soll die Verwaltung auch prüfen, ob der Denkmalschutz aufgehoben werden kann.

Wir müssen aussprechen, was die bisherigen Pläne für Bad Godesberg bedeuten: Stillstand und Leerstand. Für eine Sanierung zu Kosten von 138 Millionen Euro wird die Stadt in ihrer Haushaltslage das Geld nicht bereitstellen können. Wer trotzdem an dieser Planung festhält, nimmt in Kauf, dass die Stadthalle auf unabsehbare Zeit geschlossen bleibt. Wenn wir die Stadthalle jemals wieder öffnen wollen, müssen wir jetzt radikal umdenken.

Statt einer umfassenden Neugestaltung will die CDU das sanieren, was für einen sicheren, funktionierenden und wirtschaftlich tragfähigen Betrieb erforderlich ist. Erhaltenswerte Räume sollen möglichst im Bestand instand gesetzt werden; zusätzliche Flächen, aufwendige Ausstattungen und technische Standards sollen auf das notwendige Maß begrenzt werden. Auch die Anforderungen an Energieversorgung und Außenanlagen sollen erneut auf Kosten und Nutzen geprüft werden. Die Halle soll für Konzerte und Tagungen ebenso funktionieren wie für Veranstaltungen von Vereinen, der Musikschule und für private Feiern.

Bad Godesberg braucht nicht die modernste Stadthalle Europas. Wir brauchen eine Halle, in der wieder Leben stattfindet. Wenn örtliche Vereine sich die Räume später nicht leisten können, haben wir an ihrem Bedarf vorbeigebaut. Die künftigen Mietpreise und Betriebskosten müssen deshalb bereits bei der Planung eine Rolle spielen.

Besonders weitreichend ist der Vorschlag, den Denkmalstatus der Stadthalle einschließlich der Außenanlagen und des Trinkpavillons überprüfen zu lassen. Die CDU fordert keine Aufhebung ohne Prüfung. Die Verwaltung soll darlegen, ob und auf welchem Weg es rechtlich möglich wäre, welche baulichen Spielräume dadurch entstünden und wie sich diese auf Kosten, Zeitplan und spätere Nutzung auswirken würden.

„Der Denkmalschutz ist für uns keine Nebensache. Deshalb ist seine Überprüfung ein außergewöhnlicher Schritt“, sagt Inge Stauder, Vorsitzende der CDU-Bezirksfraktion. „Aber wir dürfen uns auch nicht davor verschließen, welche Anforderungen er an einen Umbau stellt. Mehr Spielraum könnte helfen, Räume besser nutzbar zu machen, Abläufe zu vereinfachen und damit auch den späteren Betrieb wirtschaftlicher zu gestalten. Das muss ergebnisoffen untersucht werden.“

Bis über eine neue Sanierung entschieden ist, sollen die noch nutzbaren kleineren Räume mit vertretbarem Aufwand instand gehalten und unter Beachtung der Verkehrssicherheit möglichst ganzjährig genutzt werden. Für den Trinkpavillon fordert die CDU eine eigenständige Perspektive, auch für kulturelle Angebote während der Sanierungsphase. Zudem soll die Verwaltung prüfen, ob andere Vergabemodelle oder die Einbindung Dritter das Vorhaben beschleunigen und wirtschaftlicher machen können. Seit Jahren fehlt Bad Godesberg seine Stadthalle. Wir wollen keine weitere Planung, die am Ende nicht bezahlt werden kann. Wir wollen einen Weg, auf dem die Türen tatsächlich wieder aufgehen – für die Menschen und Vereine in unserem Stadtbezirk.CDU fordert radikalen Kurswechsel

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