für die Menschen in Bonn, Rhein-Sieg-Kreis und die Nachbarn an Rhein, Ahr und Erft

VOLT zur Zukunft der Bonner Bühnen

  • Die Bonner Bühnenlandschaft prägt ganz wesentlich das Freizeitangebot unserer
    europäischen Bundesstadt. Zahlreiche Spielstätten, kleine Theater sowie das Beethovenorchester
    und die großen Bühnen sind Bestandteil unserer kulturellen Szene und Orte des gesellschaftlichen
    Dialogs unserer Stadtgesellschaft. Zur Vorlage der Stadtverwaltung über die Zukunft der Bonner
    Bühnen positioniert sich Volt, um mit Ratsparteien und Stadtgesellschaft in den Dialog zu treten.
  1. Kulturelles Leitbild 2040
    Bonn braucht eine gemeinsam erarbeitete Antwort auf die Frage: Welche Vision verfolgen wir als
    Kulturstadt in Europa für das Jahr 2040? Dieses Leitbild soll städtische Kulturinstitutionen und
    freie Szene, alle Stadtteile und alle Generationen einschließen – und die Grundlage für die
    weiteren Entscheidungen bilden. Volt fordert, dieses Leitbild innerhalb eines Jahres zu erarbeiten
    und die Entscheidungen zu baulichen Maßnahmen daran auszurichten. Gleichzeitig müssen
    vorbereitende Maßnahmen, die keine Vorentscheidung für eine der vorgelegten Varianten
    bedeuten, zügig vorangetrieben werden. Als Beispiel bietet sich der Prozess für die Erarbeitung
    einer umfassenden Kulturstrategie der Stadt Wien an.
  2. Bürgerinnenrat: Echtes Mandat, offener Ausgang Volt fordert einen Bürgerinnenrat mit klar definiertem Auftrag: Erarbeitung von Empfehlungen
    für ein Kulturelles Leitbild 2040. Wir lernen von Wien, dem ständigen Bürgerinnenrat in Aachen und dem Gesellschafts-Forum der Bundeskunsthalle in Bonn. Die Empfehlungen des Gremiums sollen zeitnah vorliegen. Um in den Dialog zur Methode Bürgerinnenrat zu treten, lädt Volt zu
    einer Info-Veranstaltung am 21.5., 18 Uhr, im The 9th ein. Als Referentinnen begrüßen wir Gereon Hermens (Mit-Initiator Bürgerinnenräte Aachen), Florian Wieczorek (Mehr Demokratie e.V.) sowie
    Birgit Tellmann und Mark Fonseca (Gesellschafts-Forums der Bundeskunsthalle).
  3. Keine der bisherigen Varianten überzeugt – Kriterien für die Auswahl einer (neuen) Lösung
    Volt bedankt sich ausdrücklich bei der Stabsstelle für die ausführliche Untersuchung. Dennoch
    kann Volt keiner der seitens der Verwaltung aktuell vorgelegten Varianten zustimmen; zumindest
    solange zentrale Fragen unbeantwortet sind. Volt fordert, dass zusätzliche Lösungen für die
    weitere Diskussion geprüft werden. Diese sollen aus Sicht von Volt folgende Kriterien erfüllen:
    ● Kulturelle Präsenz muss dauerhaft in der Innenstadt und in Bad Godesberg gesichert
    sein.
    ● Die Nachnutzung der freiwerdenden Liegenschaften muss vor dem Grundsatzbeschluss
    konzeptionell geklärt sein – nicht danach.
    ● Die Gesamtkosten müssen alle Standorte einschließen – auch Sanierung, Leerstand,
    Entwicklung der aufgegebenen Gebäude und prognostizierte Betriebskosten (-zuschüsse).
    Nur so kann verglichen und beurteilt werden.
    ● Die freie Szene erhält mehr Raum zur freien Entfaltung – durch bessere
    Rahmenbedingungen, gezielte Förderung und konkrete Kooperationsmöglichkeiten mit
    den städtischen Bühnen.
    ● Jede zukünftige Lösung muss einen konkreten Beitrag zur Entwicklung der Stadtteile
    und damit zur Belebung der Stadt und ihrer Bezirke leisten.
  4. Ehrliche Kostendebatte
    Die Kostenfrage ist noch nicht gelöst – und Volt spricht das offen an. Die Haushaltslage der Stadt
    Bonn muss bei allen Entscheidungen zur Zukunft der Bonner Bühnen eine zentrale Rolle spielen.
    Glaubwürdige Bürger*innenbeteiligung und haushaltspolitische Verantwortung schließen sich
    nicht aus – sie gehören zusammen.
    Bonn verdient eine Kulturpolitik, die ehrlich ist: ehrlich über die Chancen, ehrlich über die
    Kosten – und mutig genug, die Bürgerinnen und Bürger wirklich zu beteiligen.
    Dafür steht Volt.
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